Raus aus der Schule: Ausstieg aus dem Lehramt
Die Korrekturen nehmen kein Ende? Wenn der Lehreralltag zu ständiger Erschöpfung führt, sollte man über Alternativen nachdenken (Foto: vchalup/Fotolia).

Raus aus der Schule: Ausstieg aus dem Lehramt

Einmal Lehrer, immer Lehrer? Von wegen! Ein Lehramtsstudium ist eine solide Basis für viele Tätigkeiten, zum Beispiel in der Wirtschaft, Politik oder Erwachsenenbildung.

Text: Janna Degener

Als Ulrich Greber seine Lehrerausbildung in den Fächern Kunst und Geschichte abgeschlossen hatte, gab es in den Schulen einen Einstellungsstopp. Er hatte Glück, überhaupt einen Job zu finden. Durch seinen Kontakt zu einem Referatsleiter bekam er im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für zwei Jahre eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Projekt des Landesinstituts für Schule und Weiterbildung in NRW. Dort konnte er anschließend noch ein Jahr auf Honorarbasis weiterarbeiten. Er wäre gerne länger in diesem Bereich der Lehrerfortbildung tätig geblieben, geriet jedoch in Konflikt mit dem Kultusministerium, sodass er sich schließlich mit dem öffentlichen Dienst überwarf.

Von der Schule ins Personaltraining

Es waren dann wieder ein Zufall sowie seine Erfahrungen im Bereich Schule, Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung, die Ulrich Greber den Einstieg in die Wirtschaft verschafften. Nachdem er eine entsprechende Zusatzqualifikation absolviert hatte, stieg er in die Personalentwicklung einer deutschen Versicherungsgruppe ein, wo er zunächst als Personaltrainer tätig war, sich dann um die Führungskräfteentwicklung kümmerte, anschließend den Bereich Personal- und Organisationsentwicklung leitete und schließlich Leiter der Kundenservicedirektion für den Südosten Deutschlands wurde. Hier ist er jetzt für 200 Beschäftigte zuständig, die sich um die Kunden-, Vertrags- und Vertriebsbetreuung kümmern.

Was ursprünglich nur als Notlösung für den Übergang gedacht war, erwies sich für Ulrich Greber als echter Glücksgriff. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal bei einer Versicherung landen würde, denn für mich waren das klassische Ausbeuterbetriebe, die ständig die Prämien erhöhen und bei Schäden nicht zahlen“, erzählt er. Dann habe er seinen Arbeitgeber aber als ein sehr werteorientiertes Unternehmen kennengelernt: „Obwohl man hier unter knallhartem Wettbewerbsdruck steht, geht man mit Mitarbeitern und Kunden sehr viel menschlicher um als so mancher öffentlicher Arbeitgeber. Das war für mich der Grund hierzubleiben.“

Schulbücher statt Unterricht planen

Auch Mario Birkenbach und Andreas Primus verzichteten unfreiwillig auf eine Lehrerlaufbahn, um dann aber ihren Traumberuf in der Wirtschaft zu finden. Mario Birkenbach hatte Politik und Geschichte auf Grundschullehramt studiert und nebenbei auch schon an einer Schule gearbeitet. Nach dem ersten Staatsexamen musste er auf einen Referendariatsplatz warten und nutzte die Zeit für ein Praktikum und ein Volontariat beim Cornelsen-Verlag. „Die Planung des Unterrichts hat mir immer viel Spaß gemacht, und ich wollte mir wegen der schwierigen Einstellungssituation in meiner Heimatstadt Berlin ein zweites Standbein schaffen“, erklärt er seine Entscheidung. Als er dann nach Abschluss des Zweiten Staatsexamens wieder keine Stelle bekam, schaffte er bei dem Bildungsverlag den Einstieg als Redakteur im Geschäftssegment Grundschule.

Inzwischen ist er als Redaktionsleiter tätig. Seine Aufgabe sei es, „die Spinne im Netz zu sein“: „Wenn wir eine Lehrwerksreihe für ein Bundesland machen wollen, muss ich in Zusammenarbeit mit meinem Redaktionsteam, den Herausgebern und den Autoren darauf achten, dass viele Prozesse gleichzeitig laufen und rechtzeitig abgeschlossen werden. Dabei müssen wir die curricularen Vorgaben der Kultusministerkonferenz, der Kultusbehörden sowie die fachlich-didaktischen Aspekte im Kopf haben und gleichzeitig darauf achten, dass passende Illustrationen und Fotos erstellt und platziert werden.“ Dabei kommt es darauf an, dass Mario Birkenbach gut mit den Menschen kommuniziert und auch die technischen Systeme bedienen kann, mit denen die Produktionsabläufe in dem Bildungsverlag gesteuert werden. Statt vor der Klasse zu stehen, muss er also viel am Schreibtisch sitzen, Sitzungen vorbereiten und Abläufe koordinieren.

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Andreas Primus hatte schon als Schüler gerne Nachhilfe gegeben und wusste deshalb, wie viel Spaß es ihm bereitete, anderen etwas beizubringen.  Doch an der Uni lernte er vor allem Theorie, und im Referendariat musste er oft als Ersatzlehrer einspringen, sodass er vor lauter Stress kaum Zeit fand, um zu lernen und seine Unterrichtsreihen zu planen. Letztlich führte das dazu, dass er die Prüfung für das Zweite Staatsexamen nicht bestand und sich von seinem Wunsch, als Lehrer an der Schule zu arbeiten, verabschieden musste. Er bewarb sich zunächst erfolglos für Stellen im Controlling und Projektmanagement, dann versuchte er, einen Studienplatz in einem dualen Studiengang zu bekommen, um Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung in der Wirtschaft zu sammeln

In einem Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen der Automatisierungsindustrie bekam er dann das Angebot, direkt als technischer Trainer einzusteigen. Seine Aufgabe sollte es sein, die Beschäftigten des Unternehmens bei firmeninternen Schulungen in neue Produkte und Technologien einzuarbeiten. Dazu gehört auch, entsprechende Schulungskonzepte- und Unterlagen zu erstellen. Andreas Primus hatte das Arbeitsgebiet der Erwachsenenbildung zwar nicht auf dem Schirm gehabt, beschloss aber, der Sache eine Chance zu geben – und fühlte sich auf Anhieb wohl. „Ich musste zwar die Branche, das Unternehmen und die Produkte erst kennenlernen. Doch der Kollege, den ich ersetzen sollte, ging erst eineinhalb Jahre später in Rente, sodass er noch viel Zeit hatte, um mich gut einzuarbeiten. Meist entwickeln wir in den Workshops gemeinsam Szenarien, in denen die Geräte eingesetzt werden sollen.  Das macht Spaß, und ich muss mir nicht wie an der Schule alles alleine erarbeiten“, erzählt er.

An den Schülern liegt es meist nicht

In Zeiten des Lehrkräftemangels müssen sich angehende Lehrerinnen und Lehrer zwar keine Sorgen mehr machen, dass sie sich wie Ulrich Greber und Mario Birkenbach zum Berufseinstieg nach Alternativen umsehen müssen. Allerdings fühlen sich viele wie Andreas Primus im Referendariat oder im Beruf allein gelassen und mit zu hohen Ansprüchen konfrontiert, sodass sie nach bestandener Prüfung oder ersten Berufserfahrungen der Schule den Rücken zukehren. Einige stellen in der Praxis fest, dass sie gar nicht so gerne mit Kindern und Jugendlichen umgehen, wie sie immer gedacht haben. Andere fühlen sich von den Eltern unter Druck gesetzt, kommen nicht damit zurecht, dass sie jeden Tag stapelweise Korrekturarbeiten mit nach Hause nehmen müssen oder leiden unter den vielen bürokratischen Aufgaben, die ihnen aufgebürdet werden – ohne dass all diese Belastungen durch zuverlässige Supervisions- und Coaching-Angebote aufgefangen würden.

„Probleme mit den Schülerinnen und Schülern sind eher selten der Grund dafür, dass Lehrkräfte das Handtuch hinschmeißen wollen“, beobachtet Dr. Martin Griepentrog, der als Berater für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur Bielefeld häufig mit der Zielgruppe zu tun hat. Er gewinnt zunehmend den Eindruck, dass sich das Schulsystem in einer strukturellen Überlastungskrise befindet: „Referendare klagen stattdessen häufig über großen Stress und Ausbilder, die in ihren Beurteilungen unterschiedliche Maßstäbe ansetzen. Und neuerdings lassen sich vermehrt auch erfahrende Lehrkräfte beraten, weil ihnen der Beruf aufgrund der vielen Parallelaufgaben, die sie leisten sollen, zu anstrengend wird."

Mit der Bezahlung steigt der Druck

Wer also nach einer Alternative sucht, kann wie Ulrich Greber und Andreas Primus in der Wirtschaft sein Glück finden. Aufgrund ihres Pädagogikstudiums mit seinen Psychologie-Anteilen kann es für ausgebildete Lehrkräfte besonders interessant sein, sich in der Qualifizierung, im Personalwesen oder auch im Consultingbereich umzusehen und gegebenenfalls sogar eine Führungsposition anzustreben.

Wer eine sichere und gute bezahlte Anstellung möchte, muss hier zwar auch mit hohen Anforderungen rechnen, wie Ulrich Greber betont: „Bei einem Umsatz von 380 Millionen Euro wollen die Aktionäre natürlich Ergebnisse sehen, sodass der Druck enorm ist.“ Allerdings kann gerade eine solche Verantwortung viel Spaß machen. Und viele schätzen es wie Andreas Primus, dass sie im Team arbeiten und einen echten Feierabend haben. „Lehrkräfte sind immer noch Einzelkämpfer. Und ihre psychische Gesundheit leidet darunter, dass sie keine Arbeitszimmer in den Schulen haben, was die Trennung von Arbeits- und Freizeit erheblich erschwert“, betont Martin Griepentrog.

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Manche fühlen sich deshalb auch in der profitorientierten beruflichen Bildung wohler, oder sie entscheiden sich für Honorartätigkeiten an Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen. Dort stehen sie nicht so einem hohen Erwartungsdruck gegenüber, müssen allerdings Einbußen in Kauf nehmen, was die Höhe des Gehalts und die berufliche Sicherheit angeht.

Lehrämtler in der Lokalredaktion

Das gilt auch für Berufe in der Bildungs- oder Berufsberatung oder Stellen im Bereich der ergänzenden sozialpädagogischen Betreuung, etwa in der Schulsozialarbeit oder in der Ganztagsbetreuung. Neben den pädagogisch ausgerichteten Alternativen haben ausgebildete Lehrkräfte natürlich auch die Möglichkeit, sich beruflich in Richtung der studierten Fachwissenschaften zu orientieren. Und für Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler mit sprach- oder medienwissenschaftlichem Schwerpunkt sind die Bereiche PR, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus interessant. „Manche Lokalredaktionen bestehen zur Hälfte aus ehemaligen Lehramtsstudierenden, die sich entsprechend weiterqualifiziert haben“, betont Martin Griepentrog.

Weitere Wege stehen ausgebildeten Lehrkräften offen, die bereits Erfahrungen an der Schule gesammelt haben und nicht mehr (so viel) unterrichten möchten. Manche entscheiden sich dafür, als Vertrauenslehrkraft zu arbeiten. Sie kümmern sich um Kinder beruflich Reisender, deren Eltern zum Beispiel in der Schaustellerbranche viel unterwegs sind. Andere bewerben sich erfolgreich auf eine Schulleiterstelle, wo sie vor allem organisatorische Aufgaben wahrnehmen. Und wieder andere engagieren sich in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften oder steigen in die schulpolitische Arbeit ein.

„Das ist allerdings einfacher, wenn sie an der Schule erfolgreich waren, vielleicht auch überregional mobil sind und eine persönliche Nähe zu Wirtschaftsverbänden oder Gewerkschaften haben. Zudem sind neben der pädagogischen und fachwissenschaftlichen Arbeit auch die Fähigkeit zum strukturierten Arbeiten und Kompetenzen im Netzwerken notwendig“, betont Martin Griepentrog. Zudem muss man wissen, dass es gerade in Verbänden und Gewerkschaften nur sehr wenige Stellen gibt, da das Gros der Arbeit von Ehrenamtlichen bewältigt wird.

Auf die andere Seite wechseln

Gunnar Weisheit hatte promoviert und schon einige Jahre in der Wissenschaft gearbeitet, bevor er als Seiteneinsteiger in der Schule sein Interesse an einer Tätigkeit im Studienseminar entdeckte. „Anders als manche Kolleginnen und Kollegen erlebte ich das Referendariat nicht als Trauma, sondern als Bereicherung. Deshalb wollte ich nach meinem Examen gerne auf der anderen Seite stehen“, erzählt er. Also bewarb er sich nach seiner Verbeamtung zügig auf eine Stellenausschreibung als Lehrbeauftragter am Studienseminar, wo er zunächst neben- und inzwischen hauptberuflich Referendarinnen und Referendare betreut. „Ich fahre zu den Schulen, schaue mir Stunden der Referendare an, um sie anschließend mit ihnen zu besprechen. Weiterhin bilde ich die Referendare einmal pro Woche im  Fachseminar aus, in dem fachdidaktische Themen besprochen werden“, erzählt er.

Darüber hinaus betreut er auch Lehramtsstudierende aus verschiedenen Semestern, die bei ihm dreiwöchige Schulpraktika absolvieren. Und schließlich schreibt er zusammen mit Kollegen gerade an Handreichungen für einen neuen Lehrplan, die  im Unterricht und in der Lehrerfortbildung eingesetzt werden sollen. Er genießt es, sich immer wieder mit aktuellen didaktischen Strömungen und neuen Menschen auseinanderzusetzen. Seine Fachleiterstelle ist mit A15 vergütet.

In Politik und Verwaltung mit anpacken

Andrea Schwermer, Gabriele Haase und Udo Beckmann dagegen haben für sich ganz neue Perspektiven gefunden. Andrea Schwermer hatte erst wenige Jahre als Lehrerin gearbeitet, als sie auf der Suche nach einer beruflichen Alternative auf eine Stellenausschreibung des Sekretariats der Kultusministerkonferenz stieß. Sie wurde zunächst für ein halbes Jahr abgeordnet und war so zufrieden, dass sie bis heute auf der Stelle geblieben ist.

Zu ihren Aufgaben gehört es, schulstrukturelle Fragen und inhaltliche Themen für die Sekundarstufen I und II auf Länderebene zu koordinieren. Sie erstellt gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen Beschlüsse wie Oberstufenvereinbarungen und auch fächerübergreifende Stellungnahmen zu Themen wie Demokratiebildung, Erinnerungskultur oder Menschenrechtsbildung, die zum Beispiel im Rahmen von internationalen Studien nachgefragt werden.

„Dafür müssen Inhalte festgelegt und Texte formuliert werden, die von allen 16 Bundesländern mitgetragen werden können. Das ist manchmal schwierig, weil in den Ländern unterschiedliche Traditionen vorherrschen“, erklärt Andrea Schwermer. „Wenn beispielsweise die Klausurzeiten für die Abiturprüfungen vereinheitlicht werden sollen, bedeutet das für die Länder, dass sie dies den Lehrkräften, der Schülerschaft und gegebenenfalls auch den Gewerkschaften erklären müssen. Und wenn zum Beispiel Vorgaben für Stundenumfänge geändert werden sollen, kann die Umsetzung unter Umständen auch mit hohen Kosten verbunden sein, weil vielleicht mehr Lehrkräfte eingestellt werden müssen.“ Die Referentin genießt es aber, durch ihre Tätigkeit einen guten Überblick darüber zu bekommen, welche Strukturen in den Ländern existieren und was dort bildungspolitisch diskutiert wird.

Ein Bürojob – besser als gedacht

Bei Gabriele Haase hat es viel länger gedauert, bis sie sich für eine Stelle in der Verwaltung entschieden hat. Sie war zuvor eine begeisterte und sehr engagierte Lehrerin für die Fächer Wirtschaft, Recht und Geographie und bekam dann das Angebot, als Koordinatorin für pädagogische Schulentwicklung im Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München zu arbeiten. „Weil mir Abwechslung im Beruf immer wichtig war, habe ich im Laufe meiner Berufstätigkeit an verschiedenen Schularten gearbeitet und nebenbei mal Kurse in der Erwachsenenbildung gegeben, mal in die Wirtschaft hereingeschnuppert und an der letzten Schule Erfahrungen als Oberstufenkoordinatorin gesammelt. Auch der Arbeitsalltag in der Verwaltung hat mich interessiert, weil er sehr abwechslungsreich ist“, erzählt sie.

Zwar hat sie jetzt einen Bürojob, was sie nie wollte. Doch in ihrer Aufgabe, die Bedingungen an den Schulen zu verbessern, ist sie ständig in Kontakt mit unterschiedlichen Gruppierungen – von den Lehrkräften und Sozialpädagog/innen an den Schulen bis hin zu Schulleitungen, Hochschulen und der Stadtpolitik. Dabei beschäftigt sie sich mit den unterschiedlichsten Themen vom Ganztag bis zur Inklusion und von der Sprachförderung für Geflüchtete und Zuwanderer bis zur bedarfsorientierten Budgetierung.

Udo Beckmann hatte ganz andere Gründe, sich aus dem aktiven Part als Lehrer und Schulleiter zurückzuziehen. Er hatte sich nebenbei ehrenamtlich im Verband Bildung und Erziehung (VBE) engagiert. Als er dann in die  Personalvertretung und in die Verbandsführung immer stärker eingebunden war und schließlich Landesvorsitzender wurde, wurden diese Aufgabenfelder so umfangreich, dass er sich entschied, das Amt als Schulleiter niederzulegen. Inzwischen ist er Bundesvorsitzender und nimmt jetzt viele politische Gespräche wahr; zudem koordiniert er die Arbeit des Bundesverbands mit den Landesverbänden. Er leitet Sitzungen, führt Gespräche mit Presse und Politik und kümmert sich um die zahlreichen Anfragen, die seinen Verband täglich erreichen.

Seinen Arbeitsalltag beschreibt auch er als sehr abwechslungsreich: „Morgens führe ich Telefonate mit der Presse, dann gehe ich in den Bundestag, um dort Gespräche zu führen oder nehme Termine in unseren Dachorganisationen oder weiteren Kooperationspartnern auf Bundes- und europäischer Ebene wahr wie zum Beispiel bei der Stiftung Lesen, bei der ich im Vorstand sitze, oder bei der Unesco, bei der ich im Expertenbeirat bin. Überall vertrete ich die Anliegen der im Bildungsbereich Beschäftigten.“

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